Taniko : ein Ökohotelprojekt auf Madagaskar

Das erst Mal wo ich in Nosy Be war habe ich mir gedacht „Mein Gott, danke, dass ich sowas in meinem Leben sehen dürfte“. Ich war so überwältigt, dass solche Anmut in meiner Heimat gibt. Seit diesem Tag habe ich den Traum gehabt, in Nosy Be zu leben. Einmal habe ich in Deutschland auf die Arbeit eine Präsentation über Nosy Be gehalten. Ich sah alle Augen im ganzen Raum leuchten. Alle haben mich gefragt, was ich noch hier in graues kaltes Deutschland mache. Ich gebe es zu, dass ich mir manchmal auch dieselbe Frage stelle. Aber ich glaube, ich musste einfach meinen Weg finden.
ein ökologisches Hotelprojekt in Madagaskar
Vor ein paar Jahren erzählte ich meine Familie und engste Freunde, dass ich ein Ökohotel auf Madagaskar errichten möchte. Sie haben nur alle Hürden gesehen: wo werden wir das Geld finden? Was ist wenn es nicht klappt und wir schaffen es nicht zurück nach Deutschland zu kommen? Aber der Traum lebte schon tief in mir und ich wollte ihn nicht aufgeben.

Also las ich viel und belegte Kurse über nachhaltigen Tourismus. Ich besuchte Foren und erfuhr, dass sich schon viele große internationale Hotelketten für Madagaskar interessieren. Die Strategie des madagassischen Tourismusministeriums ist es auch, solche große Investoren in Madagaskar zu locken. Diese Vorstellung macht mir riesige Angst, denn Massentourismus ist nicht nachhaltig. Ich möchte nicht, dass Madagaskar wie solche Länder wird, wo die Strände von Hotelketten und Touristen überrannt sind. Auf der einen Seite die 5 Sterne Hotels und auf der anderen Seite eine sehr verarmte Bevölkerung. Die Pauschalreisen, die meisten angeboten werden bringen die lokale Bevölkerung kaum Mehrwert. Dabei müssen die Touristen nicht mal raus aus ihrem Hotel kommen. Dadurch werden viele Berufe wie Reiseleiter und Reisebüro verschwinden. Die Hotelketten haben schon ihre eigenen Programme und Konzepte. Unsere Kultur, unsere Identität und unsere Sprache werden noch mehr verloren gehen. Wir brauchen keine Hotels, wo eine Übernachtung 200 € kostet und die Angestellte nur 40 € monatlich verdienen. Sie verschwinden meistens in einem anderen Ort, sobald sie unsere Ressourcen komplett ausgeschöpft haben und uns eine Wüste hinterlassen.

Madagaskar ist noch ein der sehr wenigen Orte auf die ganze Welt, wo Individualtourismus möglich ist. Es ist das Land der unberührten Natur. Ich möchte auch die Welt dieses Paradies zugänglich machen, aber ich würde die Gäste dabei begleiten, damit sie das echte Gesicht von Madagaskar entdecken: die atemberaubenden Landschaften, das authentische madagassische Lächeln und Lebensfreude, die einmalige Geschichte und Kultur, aber auch die traurige Seite der Armut und der schwere Kampf im Leben. Ich wünsche mir, dass es einen Austausch zwischen uns Madagassen und die Gäste stattfindet.

Dies ist was wir von Taniko ermöglichen möchten. Unsere Zielgruppe sind vor allem Öko-Touristen, Voluntouristen, Abenteurer und Kulturliebhaber. Die Grundidee ist es, ein Netzwerk von Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, wo Fairness und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Die Angestellten bekommen eine faire Bezahlung womit sie ihren Lebensunterhalt sichern können. Dadurch wird die Bevölkerung nicht mehr auf die Einnahmequellen aus der Waldrodung angewiesen. Ein großer Teil unser Gewinn werden wir in Aufforstungsprojekte in Madagaskar investieren. Mit unserer Firmenphilosophie möchten wir andere Startups inspirieren, kapitalorientierte Unternehmen zu gründen und gleichzeitig nachhaltig und fair zu handeln. Denn der Planet auf dem wir leben braucht uns nicht, aber wir brauchen unseren Planeten.

Auf diesem Weg haben wir schon mehrere Baustellen angefangen. Wenn du Interesse daran hast, mehr darüber zu erfahren und mitzuwirken, hinterlasse uns einen Kommentar. Wir werden mit dir Kontakt aufnehmen. Vielen Dank im Voraus dafür.

Viele Grüße

Tojo Ralijaona

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